Der Aussie

Birdy | Foto: Eberhard Mümken

Birdy | Foto: Eberhard Mümken

Die Rasse Australian Shepherd, Ursprung

Anfang des 20. Jahrhunderts wanderten viele Menschen aus Europa und anderen Ländern nach Amerika aus. Über Australien gelangten auch Schafzüchter mit ihren Hunden in die „Neue Welt“. Diese Hütehunde, gezüchtet aus verschiedenen alten Rassen waren die Vorfahren des Australian Shepherd, dessen Reinzucht erst in den USA ihren Ursprung fand.

Hündin Lotta | Foto: Michael Sandner

Hündin Lotta | Foto: Michael Sandner

Es wurden die leistungsfähigsten, gelehrigsten Hunde mit dem besten Hütetrieb und einer guten Menschenbindung ausgesucht und zur Weiterzucht eingesetzt. Unter anderem sollen die Rassen Border Collie, English Shepherd, der rasselose „Farm Collie“ (später Border Collie), der Old Welsh Bobtail in die Zucht mit eingegangen sein.

Winnie | Foto: Jürgen Schwittai

Winnie | Foto: Jürgen Schwittai

Eine enge Verwandtschaft scheint zwischen dem Australian Shepherd und Border Collie zu bestehen. Vermutlich waren auch der English Shepherd, und der rasselose „Farm Collie“ (Vorfahre des Border Collies) an der Rasse beteiligt. Große Ähnlichkeit – besonders hinsichtlich der Fellzeichnung und der natürlichen Stummelruten (NBT) – besteht zu den alten Hütehunderassen Old Welsh Bobtail und German Collie.

Hündin Lotta | Foto: Michael Sandner

Hündin Lotta | Foto: Michael Sandner

Zu den ersten Erkennungszeichen der Australian Shepherd-Zuchten gehörte die besondere Fellfarbe „blue merle“. Der Name der Rasse ist natürlich von den australischen Schafhütehunden abgeleitet.

Wir züchten nach dem Standard des ASCA.

1957 gründete sich in Arizona der ASCA (Australian Shepherd Club of America). Seit 1971 wird hier die offizielle Registrierung der Australien Shepherds vorgenommen und 1980 als Zusammenschluss mit der IASA (International Australian Shepherds Association) wurde daraus der größte Einzelrasseclub Nordamerikas (aktuell fast 100.000 Eintragungen). Seit 1977 gibt es einen offiziellen Rassestandard.

Birdy im Farbenrausch | Foto: Eberhard Mümken

Birdy im Farbenrausch | Foto: Eberhard Mümken

Die Registrierung der Hunde beim ASCA geschieht über eine DNA-Analyse. Dieses sehr fortschrittliche Vorgehen dient dazu, dass Angaben zur Registrierung eines Hundes oder Wurfes jederzeit überprüft werden können. Man erhofft sich, durch diesen „genetischen Fingerabdruck“ in Zukunft erbliche Erkrankungen in der Zucht vermindern zu können.

Auch in Deutschland gibt es einen Australian Shepherd Club (ASCD e.V.), der 1988 gegründet wurde.

Rassestandard

Nach den Richtlinien des ASCA (Australian Shepherd Club of America)

Allgemeines Erscheinungsbild:

Rüde Winnie | Foto: Jürgen Schwittai

Rüde Winnie | Foto: Jürgen Schwittai

Der Australian Shepherd ist ein gut ausgewogener Hund von durchschnittlicher Größe und Knochenbau (Hündinnen 46-53 cm, Rüden 51-58 cm, bevorzugte Größe).
Er ist aufmerksam und lebhaft, zeigt Kraft und Ausdauer kombiniert mit außergewöhnlicher Beweglichkeit.
Etwas länger als hoch hat er ein Fell von moderater Länge und Beschaffenheit mit einer Färbung, die in ihrer Vielfältigkeit jedem Exemplar seine eigene Individualität verleiht.
Ein charakteristisches Erkennungsmerkmal ist sein natürlicher oder kupierter Stummelschwanz (USA).
Die beiden Geschlechter zeichnen sich durch maskuline und feminine Erscheinungsbilder klar voneinander ab.

Charakter:

Birdy sportlich aktiv | Foto: Susanne Fennenkötter

Birdy sportlich aktiv | Foto: Susanne Fennenkötter

Der Australian Shepherd ist intelligent und in erster Linie ein Arbeitshund mit ausgeprägten Hüte-und Beschützerinstinkten.
Er ist ein außergewöhnlicher Begleiter. Er ist vielseitig und leicht auszubilden und erfüllt seine Aufgaben mit viel Stil und Enthusiasmus.
Er ist reserviert gegenüber Fremden, aber darf sich nie scheu zeigen. Trotz seiner recht aggressiven, durchsetzungskräftigen Arbeitsweise ist Bösartigkeit gegen Menschen oder andere Tiere nicht tolerierbar.